Frankfurter Buchmesse 2013

Wie wahrscheinlich die meisten unter uns mitbekommen haben, fand am Wochenende die Frankfurter Buchmesse statt. Wie in jedem Jahr war auch dieses Jahr die Buchmesse alles, aber nicht kleingehalten. Nach der ersten Stijl seit Marktweltens Anfang sind auch Messen eine Kategorie dieses Blogs. Ursprünglich hatte ich mal geplant, diese Messe aber zu ignorieren. Nicht, dass ich Bücher nicht mögen würde. Nun da ich aber auf Facebook gesehen habe, das Frau Lichtblau auch mit ihren Notizbüchern vorort sein würde – und der ein oder andere Leser wird meine Liebe für Notizbücher merkt haben. Also here goes, meine Worte zur Frankfurter Buchmesse 2013.

Kreativecke

Ich habe Literaturwissenschaft studiert und mich kürzlich erst in Buchwissenschaft eingeschrieben. Mein Interesse am Buchmarkt und an Literatur ist demnach noch gegeben. Aber für mich ist die Buchmesse dann doch immer nur wie eine Reise durch ein analoges Google – ohne Amazon mit Overnight-Express. Man kann nicht leugnen, dass man auf der Buchmesse viele interessante Bücher, Magazine und Autoren sehen, blättern und treffen. Aber mit was genau kommt man nach Hause? Sicher, da ist diese eine – oder zwei, drei… bunten Taschen, bedruckt mit bekannten und weniger bekannten Logos. Aber was genau bringt mir das? Mir ist natürlich bewusst, dass viele Dinge, die man so macht, einem nicht die Lebenserkenntnis bringt, nach der Menschen seit Jahren suchen. Aber mir macht es einfach wenig Spaß, mich mehrere Stunden im Frankfurter Messehaus zu verlaufen. Ich lese total gerne und ich informiere mich auch gerne über neue Bücher. Aber erübrigt sich eine Messe nicht zu Zeiten des Internets? Wenn ich die Spiegel-Bestseller-Liste lese und mich durch einen der tausend Buchblogs durchklicke, habe ich dann nicht einen ähnlichen Input? Und ganz besonders, dann passiert es doch seltener, dass ich Wochen später zahlreiche Probeabos kündigen muss, deren Druckerzeugnisse ich dann doch nicht gelesen hatte. Bin ich Ergebnis einer verkappten, desinteressierten Internetgeneration? Irgendwie schon. Die Buchmesse mit einem Add-Block, da hätte ich sicherlich mehr Spaß dran. Ich werde sicherlich auch nächstes Jahr wieder auf der Buchmesse stehen und wenn ich mich nicht gerade frage, wo ich genau bin und wo ich hin will, unterschreibe ich sicherlich entweder gerade ein neues Probeabo oder sehne mich mit einem guten Buch auf meine Couch zurück.

Antiquariatsmesse

Aber ich möchte heute nicht mit nur negativen Worten schließen. Die Buchmesse ist eine beeindruckende Veranstaltung und wenn ich irgendwann mal im Buchhandel tätig sein sollte –  was bei meiner Studienwahl ja nicht ganz unmöglich ist – dann werde ich sicherlich die Buchmesse mit anderen Augen sehen. Und auch dieses Jahr habe ich einige Schmuckstücke entdeckt. Darunter natürlich die Kreativecke, gefüllt mit tollen Notizblöcken und Postkarten. Aber dank Marktwelten ist das für mich keine Seltenheit mehr. Und wenn ich mich über schöne Dinge freuen  möchte, dann ist ein Handmade-Markt doch mein Ort. Vor allem da ich dort alles, was mir fällt, auch gleich mitnehmen kann. Die sparsamste Variante ist das sicherlich nicht. Aber ein Tag auf der Buchmesse zeigt mir auch noch Dinge, die ich gerne hätte. Ich frage mich, warum mir Messen wie die creative world mehr Spaß machen. Wahrscheinlich, weil man auf der Buchmesse nicht mit ganz so viel rumspielen kann. Ein Buch kann man doch nur durch blättern – und das am liebsten mit einer Tasse Tee auf der eigenen Couch.

Afrikanische-Musikinstrumen

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born in 1990 in Wiesbaden, studies Cultural and Communicatuin Studies, Literature and Publishing at the Johannes Gutenberg-University Mainz. She worked as a freelancer for several German newspaper. This fall she spends at the University of Memphis as an exchange student.

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